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my magnificat ist anders.
my magnificat ist ein Tanzstück ohne HipHop, Rock, Pop, Tango, Walzer etc.
Wir tanzen das Magnificat von John Rutter. Für die Musik standen Joh. Seb. Bach, Leonard Bernstein und das Great American Songbook Pate. Wir tanzen Geschichten vom Ausgewähltwerden, vom Mitgefühl, vom Kampf, von der Dankbarkeit, vom Glück, von der Zuversicht.
my magnificat ist anders.
Es tanzen:
Sabrina
Betschke, Laura Gebauer, Burak Hoffmann, Kathleen Kulawik, Katharina Kelm, Önder Öz, Wanda Satanowsk,Yassine Bouselmi, Isabelle Wagner, Sabrina Weingart.
Choreografie: Birgit Götz

Die Musik
John Rutter, geboren 1945, ist einer der bedeutendsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik unserer Zeit. Das Magnificat, im Mai 1990 in der Carnegie Hall in New York uraufgeführt, brachte ihm den internationalen Durchbruch. Rutter hatte sich zuvor intensiv mit dem Magnificat von Johann Sebastian Bach auseinandergesetzt. Die Marienfeste in Ländern wie Spanien, Mexiko und Puerto Rico inspirierten ihn dann zur Komposition seines
Magnificat. Bereits im ersten Satz, dem Magnificat anima mea, wird Rutters Absicht klar
ein kraftvolles, fröhliches Magnificat zu schreiben. Der Wechsel von 6/8 und ¾ Takten erinnert an Leonard Bernstein und ‚America’ aus der West Side Story. Diesem energievollen Anfang kann sich niemand entziehen. Die übrigen Sätze zeigen alle ihre ganz eigenen Charaktere, oftmals inspiriert vom Great American Songbook: das Fecit potentiam z.B. zeigt fast militärische Züge, ganz im Gegensatz dazu ist das Et misericordia ein zarter, schwebender Satz. Die Musik hat ihre eigene Dramaturgie.
Der Tanz
Keiner der Teilnehmer ist Tänzer, niemand hat Balletterfahrungen – sie tanzen sonst entweder gar nicht, oder in der Disco oder HipHop.
Die Choreographien sind mit den Teilnehmern so entwickelt, dass sie von Alltagsbewegungen ausgehen und Elemente aus Improvisationen aus dem Probenraum aufnehmen. Keiner der Teilnehmer – auch das Regieteam nicht – ist theologisch vorbelastet. Es geht uns also nicht um die tänzerische Umsetzung eines theologischen Stoffes. Wir erzählen mit einfachen Mitteln der Körpersprache die Geschichten, die wir in der Musik hören: die Geschichte vom Ausgewähltwerden z. B., welchen Stolz und auch welchen Stress es bedeutet; die Geschichte vom Kampf um einen Platz in der Gruppe, vom Sich-Zusammenfinden, Zusammensein und vom Zerbrechen der Gruppe; wir gehen der Frage nach, was Mitgefühl eigentlich ist, wie man es geben oder ob man es annehmen kann.
Beim Erarbeiten machten wir die Erfahrung, dass man diese Musik nicht zählen kann.
5 – 6 – 7 – 8 – die berühmt-berüchtigten Reglementierungen der Choreographie funktionieren hier nicht, Schritt- und Bewegungsabfolgen können nicht normiert werden. So haben wir von Innen nach Außen gearbeitet: Was höre ich? Was fühle ich dabei? Welche Haltung habe ich dazu? Die Bilder, die wir für die Themen der Musik gefunden haben, bleiben deutungsoffen und begleiten eine Musik, der wir ihre Hauptrolle durch visuelle Überbietung auf keinen Fall nehmen wollten.
Bildergalerie »
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